Aktuelle Pressemitteilung

 

Presseinformation Nr. 14/2016  

 

Berlin / Augsburg, 30.06.2016  

 

Zwischen Resignation und Aufbruch!

Der Mensch ist keine Maschine und Gesundheit kein Markt!

 

Auf der Grundlage der aktuellen Entwicklungen der Strukturen des Gesundheitswesens und der zu erwartenden zukünftigen Entwicklungen beziehen wir stichwortartig und eindeutig Stellung.

Mit diesen Inhalten wollen wir einen strittigen Dialog in Gang setzen. Ferner versuchen wir damit konstruktive Partnerschaften herzustellen, damit der Niedergang des Gesundheitssystems in Deutschland gestoppt werden kann.

 

  • Die Gesundheitspolitik der letzten 30 Jahre ist zu stark ausgerichtet auf Kostenminimierung, Technologisierung, Bürokratisierung, Ökonomisierung und verstößt damit gegen die im Grundgesetz festgelegte Bestimmung: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Dies ist nachweisbar durch die Unter-, Über- und Fehlversorgung mit steigender Tendenz und die Rationierung von individuellen Leistungen für die Bürger/Versicherten/Patienten.

 

  • Die Ausweitung der Macht der gesetzlichen Krankenkassen mit ihrer Finanzkraft durch das Beitragsvolumen der Bürger in Höhe von ca. 250 Milliarden €uro unter Einbezug der Zuzahlungen der Versicherten und Patienten führt zu einer einseitigen Machtfülle mit Duldung der politischen Mandatsträger. Dies führt zu Rationierung von Leistungen und Vergütungen und gleichzeitig zu Beitragserhöhungen außerhalb der Parität zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Die Zusatzbeiträge für die Bürger werden weiter stark ansteigen.

 

  • Eine Vielfalt von bürokratischen und auch zum großen Teil undemokratischen Institutionen wie der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit (IQWIG), das im Aufbau befindliche Institut für Qualität usw., nehmen nachhaltigen Einfluss auf die Versorgung der Bürger. Damit wird die Kompetenz und Funktion der Berufsgruppen und Institutionen der Medizin, der Therapie, der Pflege, der Medikation, der Hilfsmittelversorgung, der Rehabilitation eingefroren.

 

  • Die Bürger in ihrer Funktion als Zahler und Nutzer im Bereich der Versorgung/Behandlung/Betreuung sowie als Patienten haben nur eine geringe Gesundheitskompetenz und erst recht keinen Durchblick durch die komplexen Strukturen des Gesundheitswesens. Eine demokratisch legitimierte Mitbestimmung der Bürger zur Gestaltung des Systems ist nur im geringen Maße  vorhanden. Auch die Sozialwahlen sind dazu unzureichend.

 

  • Die kompetenten Berufsgruppen und Institutionen der medizinischen und therapeutischen Versorgung sind in sich zerstritten und agieren dezentralisiert. Mittlerweile werden diese am Gängelband der Bürokratie, der Ökonomie, der Politik und der Krankenkassen geführt und dabei geht automatisch die vorhandene Orientierung auf den Bürger, Versicherten, Patienten verloren. Gleichzeitig wird die Vergütung für die individuellen Leistungen eingefroren oder mit Regressen bzw. Staatsanwaltschaften bedroht.

 

  • Die Institutionen der stationären Akutversorgung im Gesundheitswesen werden schleichend in den Ruin getrieben und zwar durch unzureichende Pauschalvergütungen und mangelhafte Investitionsförderung. Gleichzeitig werden im Konflikt zwischen ambulanter und stationärer Versorgung neue Aufgaben in die Kliniken verlagert, für die weder Geld noch Personal zur Verfügung steht.

 

  • Die wichtigen Berufsgruppen der Pflege sind ebenfalls in sich zerstritten und werden über die existenten Verbände unzureichend vertreten. Dies unter dem feststehenden Aspekt, dass in diesem Bereich ein Personalnotstand vorhanden ist, der nicht durch die Bildung von Pflegekammern oder die Akademisierung der Mitarbeiter der Pflege gelöst werden kann. Somit wird unter dem Aspekt der demografischen Entwicklung unseres Landes der Notstand in der Pflege betoniert.

 

  • Die international bestehenden Innovationen im Bereich der Arzneimittelversorgung, der Heil- und Hilfsmittel werden durch Gesetzgebungsmaßnahmen wie das „AMNOG“ in Deutschland behindert oder sogar verhindert. Der Druck und die Macht der Krankenkassen mit Unterstützung der Politik führen zu Qualitätseinbußen und Rationierung. Die individuelle kompetente Versorgung/Behandlung/Betreuung durch die qualifizierten Berufsgruppen der Medizin, der Therapeuten, der Apotheker, der Pflege wird minimiert oder sogar unmöglich gemacht.

 

  • Die vielfältig vorhandenen wissenschaftlichen Institutionen, die Stiftungen und Experten in Deutschland und Europa sind angewiesen auf die Finanzmittel des Staates oder auf die Zuwendung von Fördermitteln und sind somit zur Rücksichtnahme gezwungen. Damit werden einseitig beeinflusste Entwicklungen forciert, die nicht dem Gesundheitssystem nutzen.

 

  • Die Vertreter aller Medien in Deutschland sind vollkommen quotenabhängig und nicht bereit eine sachliche, konkrete und deutliche Aufklärung der Bürger zu den Entwicklungen des Gesundheitssystems in Deutschland in allgemein-verständlicher Form zu realisieren. Hinzu kommt die hohe Abhängigkeit der Medien von Werbeeinnahmen von den Krankenkassen zur Finanzierung der jeweiligen Institution der Medien.

 

Zusammenfassung:

 

Zu diesen Fakten fordern wir Sie zum Dialog auf und zwar mit dem Ziel konkrete Vorschläge und Maßnahmen zu erarbeiten, die aus dem Desaster der destruktiven Entwicklungen im Gesundheitssystem Deutschlands führen.

 

Dabei sollte nach unserer Beurteilung die Würde des Menschen im Vordergrund stehen und die individuelle Zuwendung durch qualifizierte Berufsgruppen und Institutionen.

 

Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

 

Wolfram – Arnim Candidus                                Kontakt Pressestelle:

Präsident                                                         Angela Brugger

Bürger Initiative Gesundheit e.V.                      Bürger Initiative Gesundheit e.V.

                                                                       Beethovenstraße 2, 86150 Augsburg

                                                                       Tel.: 0821 /50867960, Fax 0821/ 50867969

www.buerger-initiative-gesundheit.de              presse@buerger-initiative-gesundheit.de  

(freigegeben zur Veröffentlichung)

 

Pressemitteilungen im pdf-Format zum Download:

2016

  • PM 14/2016 "Zwischen Resignation und Aufbruch!"
  • PM 13/2016 "Forderungen zur gesetzlichen Regelung für den Beruf und die Funktion des Osteopathen"
  • PM 12/2016 "Bayrisches Krebsregistergesetz"
  • PM 11/2016 "10. Europäischer Medizin-Rechtstag"
  • PM 10/2016 "Buchneuerscheinung"
  • PM 09/2016 "Diffamierung der Berufsgruppe Pflege!"
  • PM 08/2016 "Patientenrechte haben keine Grenzen"
  • PM 07/2016 "Demokratische Legitimation des Gemeinsamen Bundesauschusses (G-BA)?"
  • PM 06/2016 "Bayerische Gesundheitsministerin macht sich zur Pharmalobbyistin"
  • PM 05/2016 "Rationierung bei seltenen Erkrankungen"
  • PM 04/2016 "EU Kampagne Patientenrechte haben keine Grenzen"
  • PM 03/2016 "GOÄ alt und GOÄ neu: Mangelhaft!"
  • PM 02/2016 "Terminvergabestellen = bürokratischer Irrsinn!"
  • PM 01/2016 "Patientenrechte auf europäischer Ebene"

 

2015

  • PM 24/2015 "Forderungen nach konsequentem gesundheitspolitischen Verhalten!"
  • PM 23/2015 "Wie die Krankenkassen ihre Macht zementieren"
  • PM 22/2015 "Forderungen zur Sicherheit des Gesundheitswesens!"
  • PM 21/2015 "Parallelen in der Politik: Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht!"
  • PM 20/2015 "Scheinmarketing der Politik bezogen auf den Beitragssatz der Gesetzlichen Krankenkassen"
  • PM 19/2015 "Ergänzende Stellungnahme"
  • PM 18/2015 "Jagd auf Ärzte und Apotheker ist eröffnet"
  • PM 17/2015 "Patient Gesundheitswesen - Mission 2030" 
  • PM 16/2015 "Missbrauch von Beiträgen der Krankenkassen-Pflichtversicherten!"
  • PM 15/2015 "Erneute Drangsalierung der ambulanten Vertragsärzte!"
  • PM 14/2015 "Rechtlich sehr fragwürdige Schnüffelei der gesetzlichen Krankenkassen!"
  • PM 13/2015 "Der Betrug der (GroKo) Politik an den Interessen der Bürger!"
  • PM 12/2015 "Unabhängige Patientenberatung UPD = politische Mogelpackung!"
  • PM 11/2015 "Unsere Daten sind sicher - so wie die Renten"
  • PM 10/2015 "Verlogenheit der Politik zerschlägt medizinische Versorgung in Deutschland!"
  • PM 09/2015 "Politik betrügt erneut den Beitragszahler der GKV!"
  • PM 08/2015 "Sachverstand beim Präventionsgesetz ist nicht erwünscht!"
  • PM 07/2015 "Krankengeld: Das Ringen um die Krankengeld-Falle"
  • PM 06/2015 "Gesundheitspolitische Traumtänzer"
  • PM 05/2015 "Bruch der Verfassung in der Gesundheitspolitik der BRD!"
  • Anlage zur PM 05/2015
  • PM 04/2015 "Die Schlipsträger der Krankenkassen"
  • PM 03/2015 "Problembewältigung nach Art der Krankenkasse: Zynismus pur"
  • PM 02/2015 "Der Entwurf des Korruptionsgesetzes für Berufsgruppen des Gesundheitswesens verursacht   Verleumdung!"

  • PM 01/2015 "Anspruch und Wirklichkeit der Krankenkassen!"

 

 

2014

  • PM 27/2014 "Gesetzlich geplante Facharzt-Terminierung ein Feigenblatt der Ökonomie!"
  • PM 26/2014 "Gesundheitspolitik á la Absurdistan"
  • PM 25/2014 "Toleranz im Krankenkassenbetreuungssystem in Deutschland"
  • PM 24/2014 "Politisch vorprogrammierter „Scherbenhaufen“ Gesundheitswesen"
  • PM 23/2014 "Landkreis XY - arztfreie Zone??"
  • PM 22/2014 "Importe von Arzneimitteln – Nutzen und Risiken"
  • PM 21/2014 "MDK = Multifunktionaler Dienst der Krankenkassen?!"
  • PM 20/2014 "Desaströse Gesundheitspolitik gefährdet Patientenwohl"
  • PM 19/2014 "Medizinischer Dienst der Krankenkassen: Politisch geduldete Diktatur?!"
  • PM 18/2014 "Von der sozialen zur unsozialen Marktwirtschaft"
  • PM 17/2014 "Politischer, rechtlicher und unsachlicher Wahnsinn in Deutschland
  • PM 16/2014 "Black-Box Alternativmedizin"
  • PM 15/2014 "Gemeinsamkeit führt zum Erfolg - nicht nur bei Fußballweltmeistern" 
  • PM 14/2014 "Neues Vorstandsmitglied in der Bürger Initiative Gesundheit e.V."
  • PM 13/2014 "8. Europäischer Patientenrechtetag"
  • PM 12/2014 "Augenwischerei: Das Finanzstrukturgesetz 2014 ist unfair"
  • PM 11/2014 "Propaganda, Lobbyismus und Beitragsverschwendung"
  • PM 10/2014 "Monetik vor Ethik im deutschen Gesundheitswesen"
  • PM 09/2014 "Radikaler Abbau der Rechte von Patienten durch die AOK Hessen"
  • PM 08/2014 "Polemik auf Kosten der Patienten"
  • PM 07/2014 "Die „jecke“ Zeit im Gesundheitswesen muss nun auch beendet werden"
  • PM 06/2014 "Die Gesundheitspolitik und das System Gesundheit benötigen qualifizierte Pflege"
  • PM 05/2014 "1 Milliarde Euro Fehlinvestition in die elektronische Gesundheitskarte?"
  • PM 04/2014 "Kommerzialisierung führt im Gesundheitswesen zu Ineffizienz"
  • PM 03/2014 "AOK Vorsitzender Christopher Hermann fordert den Abbau der wohnortnahen Versorgung"
  • PM 02/2014 "Die Diffamierungskampagne der AOK ist einseitig, destruktiv und scheinheilig"
  • PM 01/2014 "Die 300 Milliarden Euro Großbaustelle Gesundheit braucht starke Bündnisse"

 

2013

  • PM 26/2013 "Lauterbach und Spahn im Bürokratismus-Wahn"
  • PM 25/2013 "Patientenrechte bei grenzüberschreitender Gesundheitsversorgung"
  • PM 24/2013 "Weitere Gefahren für die Nachhaltigkeit der Gesundheitspolitik"
  • PM 23/2013 "Zerschlagung von Bürgerinteressen"
  • PM 21/2013 "Missbrauch von Beiträgen der Bürger zur gesetzlichen Krankenkasse zu Lasten der gesamten Bevölkerung!"
  • PM 19/2013 "Leistungsverweigerung der gesetzlichen Krankenkassen: Irreführung der Bürger oder Wahlkampf?
  • PM 18/2013 "Nachholbedarf bei Immunologischen Stuhltests in Deutschland"
  • PM 17/2013 "(Un)Abhängige Patientenberatung oder manipulierte Information?"
  • PM 16/2013 "Mobile ambulante zahnärztliche Versorgung"
  • PM 15/2013 "Mehr Schein als Sein - das Patientenrechtegesetz"
  • PM 14/2013 "Wirtschaftlichkeitsbestreben beeinflusst Versorgung von Krebspatienten - Gemeinsame Erklärung von Hartmannbund LV Hessen und DGVP"
  • PM 13/2013 "Fehltage - Alarmsignale der Krankenkassen"
  • PM 12/2013 "Vorschlag zur integrierten Krankenversicherung nur Mediengetöse?"
  • PM 11/2013 "Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung - Thema des 7. Europäischen Patientenrechtstags"
  • PM 10/2013 "Bürgerversicherung - Gemeinsame Erklärung GFB und DGVP" 
  • PM 09/2013 "Diffamierungskampagnen als Ablenkungsmanöver"
  • PM 08/2013 "Bürokratie und Ressourcenverschwendung"
  • PM 07/2013 "Projekt GS13"
  • PM 06/2013 "Fernfahrer-Gesundheit"

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