Aktuelle Pressemitteilung

 

Presseinformation Nr. 18/2016  

 

Berlin / Augsburg, 06.09.2016  

 

Einige Allgemeine Ortskrankenkassen konterkarieren das neue Qualitätsinstitut im Gesundheitswesen! 

 

Mit einer europaweiten Ausschreibung haben die AOK Hessen, Nordost und Rheinland/Hamburg die Versorgung der Krebspatienten mit Zystostatika neu geregelt. Damit wollen diese Krankenkassen bei der Krebsbehandlung sparen. Es wurden durch die Vergabeformen der Ausschreibung die billigsten Apotheker in einer großflächigen Region beauftragt, die behandelnden Mediziner für die Versorgung der Patienten zu beliefern.

 

In sehr kurzer Zeit stellte sich heraus, dass nach praktischen Erfahrungen führender Onkologen und Hämatologen die Versorgung der Krebspatienten erheblich gefährdet wird. Es kam zu Lasten der Patieten zu Lieferengpässen bei Zytostatika und Begleit-medikamenten. Ferner wurden unbefüllte Infusionsbestecke sowie unbeschriftete Spritzen geliefert. Hinzu kamen  falsche und unvollständige Packungsgrößen die verspätet zur Verfügung gestellt wurden.

 

Bedingt durch diese Faktoren konnte die notwendige individuelle Versorgung des einzelnen Krebspatienten durch die qualifizierten Mediziner nur verzögert oder garnicht durchgeführt werden und  das Leben der Patienten wurde gefährdet oder die Lebensqualität noch stärker eingeschränkt.

 

Dabei steht wissenschaftlich fest, dass die Versorgung/Behandlung/Betreuung von Patienten bei Krebserkrankungen unabdingbar individuell auf den einzelnen Patienten erfolgen muss und somit stringente Maßnahmen der Therapie zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Medikamenten in enger Feinabstimmung zwischen den Berufsgruppen für den Patienten durchgeführt werden müssen. Dies bedarf einer sehr engen Koordination, Kommunikation und zeitlichen Planung zwischen Mediziner, Apotheker und Krebspatienten. Es darf keine Lieferengpässe geben und die räumliche Nähe zwischen den beteiligten Versorgern der Krebspatienten muss garantiert sein.

 

Das Sparprogramm der oben genannten Krankenkassen behindert oder verhindert diese Anforderungen für die korrekte Versorgung der Krebspatienten und führt somit zu Qualitätsverlusten im Gesundheitswesen. Gleichzeitig wird ein Chaos in den onkologischen Arztpraxen verursacht. Diese Misswirtschaft gedeiht ausschließlich auf Kosteneinsparungen bedachte krankenKassen-Manager, fern von der Realität der Anforderungen für die Versorgung eines individuellen kranken Menschen. Solche Entscheidungen dürfen erst garnicht realisiert werden und zwar zum Schutz der Krebspatienten und der Qualität der Versorgung.

Insgesamt ist das Verhalten dieser Krankenkassen ein Beweis dafür, dass die Namensführung „Gesundheitskasse“ ein Scheinmarketing ist und der Bürger/ Versicherte/Patient hauptsächlich als Kostenfaktor eingestuft wird und somit die individuellen Anforderungen der Patienten in immer stärkerem Maße nicht berücksichtigt  werden.

Erst recht aber werden von diesen Krankenkassen die qualifizierten Berufsgruppen der Versorgung im Gesundheitswesen unzureichend in die Entscheidungen einbezogen. Die Bemühungen der Bundesregierung zur konkreten Sicherheit der Versorgungs-qualität und der Installation eines Instituts für die Qualität im Gesundheitswesen werden durch die AOKen unterlaufen. Dies verursacht eine Gefährdung für die  Patienten. Hinzu kommt, dass dies zu immer weiter ansteigenden Beitragssätzen für die Bürger/Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen führt.

 

Wann greift die Politik hier ein, damit solche Gefährdungen für die Bürger/Versicherten/ Patienten vermieden werden?

 

Oder wird von den kranken Kassenmanagern und den Vertretern der Politik versteckt  hinter dem Namen AOK neuerdings die Abkürzung „Alternative Organisation Kostensenkung“ gefördert und geduldet.

 

 

Wolfram – Arnim Candidus                        Kontakt Pressestelle:

Präsident                                                 Bürger Initiative Gesundheit e.V.

Im Namen des Gesamtvorstandes              Beethovenstraße 2

Bürger initiative Gesundheit e.V.              86150 Augsburg

----                                                           Tel.: 0821 /50867960,  Fax 0821/ 50867969

(freigegeben zur Veröffentlichung)             presse@buerger-initiative-gesundheit.de

www.buerger-initiative-gesundheit.de

 

 

Pressemitteilungen im pdf-Format zum Download:

2016

  • PM 18/2016 "Einige Allgemeine Ortskrankenkkassen konterkarieren das neue Qualitätsinstitut im    Gesundheitswesen!"
  • PM 17/2016 "Zusatzbeiträge der GKV`en sind ein Betrug am Versicherten!"
  • PM 16/2016 "Petition zum Schutz der Krebspatienten und der Krebsregister in Bayern"
  • PM 15/2016 "Kämpfen lohnt sich! Endlich: Änderung des Sachverständigenrechts"
  • PM 14/2016 "Zwischen Resignation und Aufbruch!"
  • PM 13/2016 "Forderungen zur gesetzlichen Regelung für den Beruf und die Funktion des Osteopathen"
  • PM 12/2016 "Bayerisches Krebsregistergesetz"
  • PM 11/2016 "10. Europäischer Medizin-Rechtstag"
  • PM 10/2016 "Buchneuerscheinung"
  • PM 09/2016 "Diffamierung der Berufsgruppe Pflege!"
  • PM 08/2016 "Patientenrechte haben keine Grenzen"
  • PM 07/2016 "Demokratische Legitimation des Gemeinsamen Bundesauschusses (G-BA)?"
  • PM 06/2016 "Bayerische Gesundheitsministerin macht sich zur Pharmalobbyistin"
  • PM 05/2016 "Rationierung bei seltenen Erkrankungen"
  • PM 04/2016 "EU Kampagne Patientenrechte haben keine Grenzen"
  • PM 03/2016 "GOÄ alt und GOÄ neu: Mangelhaft!"
  • PM 02/2016 "Terminvergabestellen = bürokratischer Irrsinn!"
  • PM 01/2016 "Patientenrechte auf europäischer Ebene"

 

2015

  • PM 24/2015 "Forderungen nach konsequentem gesundheitspolitischen Verhalten!"
  • PM 23/2015 "Wie die Krankenkassen ihre Macht zementieren"
  • PM 22/2015 "Forderungen zur Sicherheit des Gesundheitswesens!"
  • PM 21/2015 "Parallelen in der Politik: Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht!"
  • PM 20/2015 "Scheinmarketing der Politik bezogen auf den Beitragssatz der Gesetzlichen Krankenkassen"
  • PM 19/2015 "Ergänzende Stellungnahme"
  • PM 18/2015 "Jagd auf Ärzte und Apotheker ist eröffnet"
  • PM 17/2015 "Patient Gesundheitswesen - Mission 2030" 
  • PM 16/2015 "Missbrauch von Beiträgen der Krankenkassen-Pflichtversicherten!"
  • PM 15/2015 "Erneute Drangsalierung der ambulanten Vertragsärzte!"
  • PM 14/2015 "Rechtlich sehr fragwürdige Schnüffelei der gesetzlichen Krankenkassen!"
  • PM 13/2015 "Der Betrug der (GroKo) Politik an den Interessen der Bürger!"
  • PM 12/2015 "Unabhängige Patientenberatung UPD = politische Mogelpackung!"
  • PM 11/2015 "Unsere Daten sind sicher - so wie die Renten"
  • PM 10/2015 "Verlogenheit der Politik zerschlägt medizinische Versorgung in Deutschland!"
  • PM 09/2015 "Politik betrügt erneut den Beitragszahler der GKV!"
  • PM 08/2015 "Sachverstand beim Präventionsgesetz ist nicht erwünscht!"
  • PM 07/2015 "Krankengeld: Das Ringen um die Krankengeld-Falle"
  • PM 06/2015 "Gesundheitspolitische Traumtänzer"
  • PM 05/2015 "Bruch der Verfassung in der Gesundheitspolitik der BRD!"
  • Anlage zur PM 05/2015
  • PM 04/2015 "Die Schlipsträger der Krankenkassen"
  • PM 03/2015 "Problembewältigung nach Art der Krankenkasse: Zynismus pur"
  • PM 02/2015 "Der Entwurf des Korruptionsgesetzes für Berufsgruppen des Gesundheitswesens verursacht   Verleumdung!"

  • PM 01/2015 "Anspruch und Wirklichkeit der Krankenkassen!"

 

 

2014

  • PM 27/2014 "Gesetzlich geplante Facharzt-Terminierung ein Feigenblatt der Ökonomie!"
  • PM 26/2014 "Gesundheitspolitik á la Absurdistan"
  • PM 25/2014 "Toleranz im Krankenkassenbetreuungssystem in Deutschland"
  • PM 24/2014 "Politisch vorprogrammierter „Scherbenhaufen“ Gesundheitswesen"
  • PM 23/2014 "Landkreis XY - arztfreie Zone??"
  • PM 22/2014 "Importe von Arzneimitteln – Nutzen und Risiken"
  • PM 21/2014 "MDK = Multifunktionaler Dienst der Krankenkassen?!"
  • PM 20/2014 "Desaströse Gesundheitspolitik gefährdet Patientenwohl"
  • PM 19/2014 "Medizinischer Dienst der Krankenkassen: Politisch geduldete Diktatur?!"
  • PM 18/2014 "Von der sozialen zur unsozialen Marktwirtschaft"
  • PM 17/2014 "Politischer, rechtlicher und unsachlicher Wahnsinn in Deutschland
  • PM 16/2014 "Black-Box Alternativmedizin"
  • PM 15/2014 "Gemeinsamkeit führt zum Erfolg - nicht nur bei Fußballweltmeistern" 
  • PM 14/2014 "Neues Vorstandsmitglied in der Bürger Initiative Gesundheit e.V."
  • PM 13/2014 "8. Europäischer Patientenrechtetag"
  • PM 12/2014 "Augenwischerei: Das Finanzstrukturgesetz 2014 ist unfair"
  • PM 11/2014 "Propaganda, Lobbyismus und Beitragsverschwendung"
  • PM 10/2014 "Monetik vor Ethik im deutschen Gesundheitswesen"
  • PM 09/2014 "Radikaler Abbau der Rechte von Patienten durch die AOK Hessen"
  • PM 08/2014 "Polemik auf Kosten der Patienten"
  • PM 07/2014 "Die „jecke“ Zeit im Gesundheitswesen muss nun auch beendet werden"
  • PM 06/2014 "Die Gesundheitspolitik und das System Gesundheit benötigen qualifizierte Pflege"
  • PM 05/2014 "1 Milliarde Euro Fehlinvestition in die elektronische Gesundheitskarte?"
  • PM 04/2014 "Kommerzialisierung führt im Gesundheitswesen zu Ineffizienz"
  • PM 03/2014 "AOK Vorsitzender Christopher Hermann fordert den Abbau der wohnortnahen Versorgung"
  • PM 02/2014 "Die Diffamierungskampagne der AOK ist einseitig, destruktiv und scheinheilig"
  • PM 01/2014 "Die 300 Milliarden Euro Großbaustelle Gesundheit braucht starke Bündnisse"

 

2013

  • PM 26/2013 "Lauterbach und Spahn im Bürokratismus-Wahn"
  • PM 25/2013 "Patientenrechte bei grenzüberschreitender Gesundheitsversorgung"
  • PM 24/2013 "Weitere Gefahren für die Nachhaltigkeit der Gesundheitspolitik"
  • PM 23/2013 "Zerschlagung von Bürgerinteressen"
  • PM 21/2013 "Missbrauch von Beiträgen der Bürger zur gesetzlichen Krankenkasse zu Lasten der gesamten Bevölkerung!"
  • PM 19/2013 "Leistungsverweigerung der gesetzlichen Krankenkassen: Irreführung der Bürger oder Wahlkampf?
  • PM 18/2013 "Nachholbedarf bei Immunologischen Stuhltests in Deutschland"
  • PM 17/2013 "(Un)Abhängige Patientenberatung oder manipulierte Information?"
  • PM 16/2013 "Mobile ambulante zahnärztliche Versorgung"
  • PM 15/2013 "Mehr Schein als Sein - das Patientenrechtegesetz"
  • PM 14/2013 "Wirtschaftlichkeitsbestreben beeinflusst Versorgung von Krebspatienten - Gemeinsame Erklärung von Hartmannbund LV Hessen und DGVP"
  • PM 13/2013 "Fehltage - Alarmsignale der Krankenkassen"
  • PM 12/2013 "Vorschlag zur integrierten Krankenversicherung nur Mediengetöse?"
  • PM 11/2013 "Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung - Thema des 7. Europäischen Patientenrechtstags"
  • PM 10/2013 "Bürgerversicherung - Gemeinsame Erklärung GFB und DGVP" 
  • PM 09/2013 "Diffamierungskampagnen als Ablenkungsmanöver"
  • PM 08/2013 "Bürokratie und Ressourcenverschwendung"
  • PM 07/2013 "Projekt GS13"
  • PM 06/2013 "Fernfahrer-Gesundheit"

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